Sie sind ein echter Sparfuchs und wollen zudem noch TOP-Leistungen bei der Erstellung Ihrer Website? Dann dürften Sie die folgenden Sparmaßnahmen hellauf begeistern.
Webstandards haben das Webdesign revolutioniert.
Jetzt revolutionieren Sie Ihre Sparmöglichkeiten.
Standardkonformes Webdesign (Sorry, hört sich ziemlich bürokratisch an, so heißt aber der Fachausdruck) bietet Ihnen für Ihre Website eine nie gekannte Zukunfts- und Investitionssicherheit. Und... es macht die Erstellung Ihrer Website deutlich einfacher, besser, schneller und günstiger.
Welche Vorteile – vor allem aus wirtschaftlicher Sicht – Ihnen die Webstandards bieten, erfahren Sie in diesem Artikel.
Bevor die Webstandards auf breiter Front zur Verfügung standen, musste man jede neue Website zunächst für einen bestimmten Browser entwerfen. Standen dann Layout und Struktur, wurden die Inhalte eingepflegt.
Anschließend machte sich der Webdesigner daran, weitere Website-Versionen für all die anderen Browser zu erstellen. Da gab es noch eine Version für den Internet Explorer (4, 5, 5.5, 6), eine für den Netscape Navigator (4,5,6) und meist auch noch welche für andere Browser. Sechs verschiedene Versionen waren keine Seltenheit.
Klar, das ging ins Geld. Vor allem, wenn Sie zum Schluss hier und da noch ein paar kleine Änderungen an Ihrer fast fertigen Website vornehmen mussten.
So ein Feintuning ist ganz normal. Statt jedoch nur eine einzige Website zu ändern, mussten man nun alle 6 Dateien „anfassen“. Jede Miniänderung kostete das sechsfache. Lag Ihre Website zweisprachig vor, verdoppelten sich zwangsläufig auch die Kosten. Und nur selten, blieb es bei einer Änderung. Kurz: Die Kosten explodierten.
Die Webstandards machen damit ein für alle Mal Schluss. Denn hier muss nur noch eine Version geändert werden, egal wie viele Ableitungen es davon gibt. Das freut auch den Webdesigner. Statt auf mehreren Dauerbaustellen zu „reparieren", kann er sich ganz auf die optimale Gestaltung konzentrieren.
Webstandards ermöglichen eine strikte Trennung von Inhalt und Layout. Bevor die Formatierungssprache CSS (einer der wichtigen Webstandards) flächendeckend verwendet wurde, mussten die Formatierungsanweisungen in die HTML-Struktur eingebaut werden. Das sah für eine simple, grafisch formatierte Überschrift etwa so aus:
<td width="100%">
<img src="spacer.gif" width="740" height="1" />
<font face="verdana,helvetica,arial" size="+2" color="#CCCCCC"><span class="header">
<b>Herzlich Willkommen!</b>
</span>
</font>
</td>
Der reine Wahnsinn! Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und das alles nur, um “Herzlich Willkommen!" als formatierte Überschrift anzuzeigen!
Das wäre ja vielleicht noch zu verkraften gewesen. Doch es gab noch ein anderes, wesentliches größeres Problem:
Dieser „Spaghetticode“ musste auf jeder Seite (u.U. mehrmals) wiederholt werden. Denn es gab natürlich mehrere Überschriften, Zwischenzeilen und und und.
Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass so ein Kauderwelsch schlecht zu pflegen ist und zwangsläufig mehr Kosten nach sich zieht, als die moderne CSS-Variante:
<h1>Herzlich Willkommen!</h1>
Hier wird die Formatierungsanweisung in einer separaten Datei gespeichert:
h1 {color: Gray; width: 740px; font-weight: bold; font-size: 2em}
Und jetzt kommt der eigentliche Clou: Auf diese Formatierungsanweisung greift jede einzelne Ihrer Internetseiten automatisch zu. Mit dem Befehl:
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="layout.css" />
Diese kleine Anweisung sagt: „Verwende die Datei layout.css für das Layout auf dieser Seite.“
Jetzt wissen Sie auch, was es mit der so wichtigen Trennung von Inhalt (HTML und Text) und Layout (Größen, Farben, Grafiken, Fonts,...) auf sich hat.
Egal, ob Sie 10, 100 oder 1.000.000 Seiten haben: Mit einer einzigen Formatierungsanweisung kann Ihr Webdesigner alle h1-Überschriften auf einen Schlag ändern. Kurz in der CSS-Anweisung die Farbe auf Rot setzen (h1 {color: Red}). Fertig!
Mit der alten Methode hätten Sie als Kunde erst mal eine Woche in Urlaub fahren können. Mit etwas Glück, wäre Ihr Webdesigner dann bei Ihrer Rückkehr mit der Farbänderung fertig. Wenn Sie dann sagen: „Ich weiß nicht, irgendwie fand ich die alte Farbe doch besser.“... gehen Sie schnell in Deckung! Oder nehmen Sie zur Vorsicht ein starkes Beruhigungsmittel, wenn Ihnen später die Riesen-Rechnung für diese kleine Farbänderungen präsentiert wird.
Zugegeben, dieses Argument mag für kleine Websites bedeutungslos sein, weil (zumindest in Deutschland) die Hosting-Preise oft über Pauschalen abgedeckt sind.
Für ambitionierte Projekte gilt das allerdings nicht. Hier ist die verbrauchte Bandbreite (Menge der Daten, die über die Website abgerufen werden) immer noch der größte Kostentreiber.
Durch die konsequente Verwendung von Webstandards können Sie Ihre Dateigrößen drastisch verkleinern (um 30 - 60 %), was massiv Kosten spart. Bei entsprechendem Besucheraufkommen kann sich das Re-Design Ihrer Website daher schon innerhalb von sechs Monaten bezahlt machen - allein durch die enormen Datentransfer-Einsparungen. Danach sparen Sie natürlich kräftig weiter. Womit wir bei den langfristigen Kostenersparnissen wären.
Hier sind es vor allem die laufenden Betriebskosten, die Sie mit standardkonformem Webdesign in den Keller schicken. Zum Beispiel:
Was für die Produktionskosten gilt, trifft um so mehr für die Wartungsarbeiten zu. Sie lassen sich dank der Webstandards blitzschnell durchführen. Die Digitale Wertschöpfung arbeitet seit 2001 intensiv mit Webstandards. Seitdem hat keiner unserer Kunden mehr eine Rechnung für Wartungsarbeiten am HTML erhalten. Die Arbeiten war so schnell erledigt, dass wir dafür unmöglich eine Rechnung schreiben konnten. Schlecht für uns, gut für Sie.
In der Vergangenheit war es oft so, dass eine Version einer Website nur für eine bestimmte Browserversion entwickelt wurde. Kam eine neue Version heraus, „zerschoss“ sie in der Regel das mühsam erstellte Webkonstrukt. Eine neue Website-Version musste her – mit entsprechenden Kosten für den Kunden.
Mit den aktuellen Webstandards gehört dieses dauernde Nachbessern der Vergangenheit an. Der Traum von „one site fits all“, einer Seite für alle Browser, ist endlich Wirklichkeit geworden. Vorausgesetzt, die künftigen Browser halten sich an den aktuellen Standards (und kochen nicht wieder ihr eigenes Süppchen).
Schwupps... schon wieder haben Sie einen ordentlichen Batzen Geld gespart.
Internetseiten werden nicht nur auf Standard-Computern betrachtet. Sie müssen sich auch auf anderen „Systemen“ bewähren. Dazu zählen u.a. Handys, PDAs und Sprachbrowser (Autobrowser).
Schon heute nutzen viele Menschen Handys und PDAs mit Internetzugang. Und im Auto können Sie sich bald von einer Computerstimme die neusten Meldungen und Stauwarnungen aus dem Internet vorlesen lassen.
Noch Zukunftsmusik? Es wird schneller kommen, als Sie denken. Wollen Sie dann wieder alles neu programmieren, nur weil Ihre Website nicht auf dem Handy Ihres Geschäftspartners richtig funktioniert?
Alternative Internet-Geräte spielen bereits heute eine große Rolle. In Kürze wird es für uns ganz normal sein, von unterwegs mit einem kleinen PDA Kontodaten abzurufen, morgens in der Bahn die aktuelle Nachrichten online zu bekommen oder sich im Auto von einer Computerstimme die Staumeldungen oder Börsenkurse vorlesen zu lassen.
Sie möchten noch mehr sparen? Kein Problem.
Selbst Vorteile, die sich nur indirekt in barer Münze messen lassen, zahlen sich für Sie schnell aus. Was ist, wenn Sie oft und viele Änderungen an Ihren Seiten vornehmen müssen? Wie können Sie Ihre Website so flexibel halten, dass ein schnelles Re-Branding des Layouts möglich ist? Wie kommen Sie in den Suchmaschinen ganz nach oben und bleiben dort auch?
Die sogenannte „time-to-market“, die Zeit, bis Sie mit Ihrer neuen Website auf dem Markt sind, wird mit den Webstandards immer kürzer. Auch können Sie wesentlich schneller neue Seiten hinzufügen. Aus Marketingsicht erreichen Sie mit dem standardkonformen Webdesign eine enorme Beschleunigung Ihrer Marketingkommunikation.
Mit den Webstandards ist es ein Kinderspiel, für spezielle Bereiche auch verschiedene Layouts einzustellen. Auch können Sie mit einem einzigen Klick das gesamte Layout einer Website austauschen – ohne den Inhalt zu verändern.
Das Künstler-Projekt CSSZenGarden zeigt dies besonders eindrucksvoll. Hier finden Sie ein und dieselbe Website in bald über 200 verschiedenen Layout-Varianten. Dieses Beispiel beweist vor allem Eines. Die Layoutmittel der Vergangenheit haben ausgedient, wenn es um modernes Webdesign geht. Noch wichtiger: Diese neue Layouttechnik steht den „alten“ Methoden in Nichts nach.
Selbst, wenn Sie alle oben genannten Argumente nicht restlos überzeugen. Dieses wird es garantiert: Durch standardkonformes Webdesign werden Sie von den Suchmaschinen besser gefunden.
Warum? Durch die einfache HTML-Struktur können Suchmaschinen Ihre Website wesentlich schneller und einfacher lesen. Auch lieben Suchmaschinen die saubere, klare Struktur, die Webstandards automatisch mit sich bringen. Mehr Tipps zur Suchmaschinenoptimierung finden Sie in unserer Spezialserie für barrierefreies Webdesign.
Wenn Sie im Internet Geschäfte machen wollen, müssen sich Ihre Besucher auf Ihrer Website „wohl“ fühlen. Die Verwendung von aktuelle Webstandards bietet Ihnen auch hier wieder zahlreiche Vorteile:
Das liegt daran, dass bei der herkömmlichen Methode das Website-Layout über verschachtelte Tabellen geregelt wird. Der Computer braucht zur Berechnung der genauen Layout-Positionen viel Rechenzeit, was den Seitenaufbau verlangsamt. CSS kommt ohne verschaltete Tabellen aus. Die Dateien sind kleiner und laden dadurch viel schneller. Und Ihr Besucher bekommt das Gefühl, dass es bei Ihnen nur so „flutscht“.
Wer hat es nicht schon mal gelesen: „Diese Website ist optimiert für Internet Explorer 5+ und Netscape Navigator 4+ bei einer Auflösung von 800 × 600“?
Wen interessiert das? Bestimmt nicht den Betrachter Ihrer Website. Ihr Besucher will sich keine Gedanken darüber machen, mit welchem Programm und bei welcher Bildschirmauflösung er Ihre Seite anschauen soll. Es ist ihm piepegal.
Sieht das Layout miserabel aus, wird er sowie schnell weiter klicken - zur Konkurrenz. Er wird nicht eine Sekunde damit verschwenden, sich erst die richtige „Ausstattung“ für Ihre Website zu besorgen.
Wie Sie ihm entgegen kommen können? Sie ahnen es bereits: Natürlich mit den Webstandards! Sie bieten Ihnen schon seit langem die Möglichkeit, nur eine Website-Version anzubieten, die in allen modernen Browsern funktioniert. Angefangen beim Oldie InternetExplorer 5.0 (kam 1999 auf den Markt).
Für noch ältere Browser (nur 0,1 % der Anwender surfen damit noch im Internet) können Sie eine optisch abgespeckte Version der Layoutanweisung erstellen. Ebenfalls ohne an den Inhalten (HTML-Struktur) etwas ändern zu müssen.
Die Verwendung von Webstandards ist Grundvoraussetzung für eine barrierefreie Website. Ohne Standards keine Barrierefreiheit. Davon abgesehen bietet die Barrierefrei-Optimierung Ihren Besuchern viele überlegenswerte Vorteile.
Mehr darüber lesen Sie in unserer 3-teiligen Spezialserie zum Thema Barrierefreies Webdesign:
Auf lange Sicht befreien Sie die Webstandards auch aus der Kostenfalle der großen Hersteller. Hier liegt wahrscheinlich der größte Einsparfaktor überhaupt.
Wenn es nämlich nach den Multimilliarden-Konzernen ginge wie Microsoft, AOL, Sun, Macromedia, IBM, Adobe etc. sollten wir am besten alles genau so machen, wie es die Unternehmen und deren Investoren gerne hätten: Blind alle angebotenen Technologien verwenden, um immer stärker abhängig zu werden.
Konzerne und deren Anteilseigner interessiert es nicht im Geringsten, wie standardkonform irgendeine Lösung ist. Oder wie viel Sie als Kunde mehr auf den Tisch legen müssen, nur weil Ihre Web-Agentur mit diesen teuren so genannenten „proprietären“ Speziallösungen arbeiten muss.
Die konzernunabhängigen Webstandards sind Ihr Weg zu mehr Freiheit. Sowohl bei den technischen Möglichkeiten als auch bei der Kostenentwicklung. Und... sie helfen uns allen, das Internet zu einem freieren und weniger kontrollierten Medium zu machen.
Wenn wir in diesem Artikel über Webstandards sprechen, dann meinen wir vor allem folgende:
CSS Level 1, CSS Level 2, CSS Level 2
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist maßgeblich für die Entwicklung von Internetstandards verantwortlich. Bis auf ECMA-Script ist jeder, der o.g. Standards vom W3C entwickelt. ECMA-Script auch bekannt als JavaScript wird von der ECMA - European Computer Manufacturer's Association entwickelt.
Die Argumente in diesem Artikel stammen weitestgehend aus eigener Erfahrung. Die internationale Webdesign-Gemeinschaft hat zu diesem Thema allerdings jede Menge zu sagen.
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