Begehen Sie diese 6 Text-Sünden auch auf Ihrer Website?
Saša Ebach schrieb am 20.4.2007 zum Thema „Texten“.
Google listet heute fast 8 Milliarden Internetseiten (November 2004). Ihre ist eine davon. Sorgen Sie dafür, dass sie ihren Job gut macht. Sollten Sie mit dem Erfolg Ihres Internetauftritts nicht zufrieden sein, bleiben die gewünschten Kontakte und Verkäufe aus, mein Tipp: Prüfen Sie als Erstes Ihre Texte!
Bringen Ihre Internettexte rüber, was Sie vermitteln wollen? Würden Sie, kritisch betrachtet, Ihre Internetseiten selbst gerne lesen? Oder anders gefragt: Welche Seiten im Internet gefallen Ihnen so gut, dass Sie sie immer wieder gerne besuchen oder länger als geplant auf diesen Websites surfen? Das ist nämlich ein sicheres Indiz dafür, dass dieser Website-Betreiber etwas richtig macht. Und woran es bei Ihrem Internetauftritt mangelt. Vielleicht begehen Sie ja auch eine dieser 6 Text-Sünden im Internet?
- Ihre Satzlängen variieren zu wenig. Lassen Sie Ihre Internettexte „swingen“. Mal ein kurzer Satz. Dann wieder ruhig einen etwas längeren Satz schreiben. Aber möglichst nicht über 14 - 20 Worte. Das Lesen solcher Satzschlangen ermüdet schnell am Bildschirm. Außerdem werden Ihre Sätze durch die Kürze besser. In der Kürze..., na, Sie wissen schon.
- Sie schreiben zu passiv. Beispiel für solch eine Passiv-Konstruktion: „Der Laptop wurde von unserer Forschungsabteilung neu entwickelt.“ Aktiv geschrieben liest sich das so: „Unsere Forschungsabteilung entwickelte den neuen Laptop.“
Der Vorteil des aktiven Schreibens: Der Textfluss, die Klammer zum nächsten Satz, wird leichter hergestellt. Bei der aktiven Formulierung können Sie gleich mit dem Laptop weitermachen. Beispiel: „Unsere Forschungsabteilung entwickelte den neuen Laptop. Er bietet Ihnen jetzt eine noch unfassendere Leistung. Sie liegt bei nunmehr xyz...“ Merken Sie, wie die Sätze wie von selbst fließen? Da fällt nicht nur das Lesen leicht, sondern auch das Schreiben. - Sie vergessen, zum Handeln aufzufordern. Überlassen Sie es nicht dem Zufall, ob Ihr Internetbesucher den Kontakt mit Ihnen aufnimmt. Aktivieren Sie ihn. Indem Sie explizit sagen: „Fordern Sie umgehend unsere ausführlichen Laptop-Informationen an!“ (Dieser Text ist dann natürlich ein Link).
- Sie verwenden überflüssige oder banale Überschriften. Wenn auf Ihrer Startseite noch steht: „Willkommen auf unserer Internetseite!“, ändern Sie's noch heute. Die erste und wichtigste Aufgabe einer Überschrift (und ganz besonders Ihrer Startseite), ist, das Interesse und die Aufmerksamkeit Ihres Lesers sofort zu gewinnen. Statt „Herzlich willkommen bei xyz Software“, könnten Sie z.B. schreiben: „Wie Sie mit der neuen xy-Software schneller Feierabend machen.“
- Sie bieten Inhalte, die nichts mit Ihrem Geschäft zu tun haben. Eine Fotoserie von Ihrem letzten Urlaub oder von Ihrem Hund hat auf einer professionellen Website nichts zu suchen. Es sei denn, sie bieten Urlaubsreisen oder Hundeprodukte. Alle Inhalte Ihrer Internetseiten sollten nur ein Ziel verfolgen: Ihr Geschäft nach vorne zu bringen oder was immer Ihre Intention ist. Werfen Sie alles andere rücksichtslos raus! Mit einer Ausnahme: Manchmal ist es ratsam, einer Website mehr persönlichen Touch zu geben, damit sie nicht zu unterkühlt wirkt. Ein Kunde hat mir einmal im Vertrauen gesagt, dass er letztlich mich als Texter beauftragt hat, weil er die Bilder meiner Kinder (gut versteckt auf meiner Homepage) entdeckt hat. Möchten Sie auch mal suchen? www.businesstext.de
- Sie bieten zu wenig Inhalt. Ist Ihr Internetauftritt wie eine Broschüre gestaltet, bleiben die Besucher – so die Erfahrungen – 30 Sekunden, maximal 2 Minuten auf Ihrer Website. Und sie werden dabei kaum mehr als 3 Seiten anklicken. Viel zu wenig, um überhaupt eine Beziehung zu Ihrem Internetbesucher aufzubauen. Mein Tipp: Bereichern Sie Ihre Internetseiten mit Fachartikeln, Tipps oder Informationen, die gratis angefordert bzw. heruntergeladen werden können. Diese Informationen werden von Besuchern meist ausgedruckt und machen so auch Werbung für Sie, wenn der PC längst ausgeschaltet ist. Ein perfekter Weg zur Besucherbindung ist auch ein Newsletter oder ein Online-Kurs. Wie beispielsweise mein Gratis-Werbebrief-Training „7 Geheimnisse für Ihren Werbebrief-Erfolg!“.

Ihr Fachautor:
Werbetexter Detlef Krause
E-Mail: dkrause @ businesstext.de
Detlef Krause ist gelernter Industriekaufmann und Diplom-Wirtschaftsingenieur. Sein Kommunikations-Handwerk hat er in großen Frankfurter und Hamburger Werbeagenturen gelernt. Seit 1991 arbeitet Detlef Krause in Uetersen (bei Hamburg) als freier Werbetexter mit dem Schwerpunkt Internet- und Direktmarketing. Für den BusinessVillage-Verlag schrieb er als Fachbuchautor den Praxisleitfaden Kunden gewinnen mit Direktmarketing.
Dienstleistungen
Direktmarketing, Werbebrief-Optimierungen, Firmendarstellungen, Internettexte